Villa Merkel - Dresdner Straße 54

Eine der ältesten Villen an der Dresdner Straße ist die des Maschinenfabrikanten Carl Christian Merkel. 1854 lies er sich dieses Gebäude als Wohn- und Geschäftshaus bauen, als er seine 1850 gegründete Maschinenfabrik für Werkzeugmaschinen und Dampfmaschinen von der Stollberger Straße an die Dresdner Straße verlegte. Merkel stellte Werkzeugmaschinen und deren Antriebstechnik (Dampfmaschinen und Transmissionen) her. Nach Einrichtung einer eigenen Gießerei erfolgte eine Erweiterung des Produktionsprofils auf vielfältige Landwirtschaftliche Maschinen. Die Firma nannte sich nun „Maschinenfabrik und Eisengießerei C. C. Merkel“
1875 wurde L. Bartning neuer Inhaber der Firma „C. C. Merkel Maschinenfabrik und Eisengießerei“ und somit ging auch die Villa in seinen Besitz über. Im Erdgeschoss befand sich weiterhin das Kontor. Bis 1890 wurde unter Merkels Namen weiterproduziert. Dann verkaufte Bartning die Fabrik mit dem dazugehörigen Grundstück an die  „Maschinenfabrik Ernst und Theodor Wiede“.

Mit der Änderung der Eigentumsverhältnisse der Firma Wiede ging auch die Merkel-Villa zunächst von 1909 bis 1912 in den Besitz der „Hannoverschen Maschinenbau AG – Hanomag“ über und danach an die „Sächsische Maschinenfabrik vormals Richard Hartmann“. Nach deren Konkurs im Jahr 1933 übernahm die Firma „Auto Licht Dienst Herbert Oppawsky vormals Fr. Düttgen“ Auto Lichtanlagen und Reparatur" die Villa und vermietete sie. 1936 verkaufte Oppawsky die Villa an den Zuckerwaren- und Schokoladenfabrikanten Eugen Riemer. Er nutzt sie als Wohnung und für seine Firma „Schokoladen – Automaten-Fabrik Eugen Riemer“. Nach Riemers Tod 1941 führte zunächst seine Witwe die Geschäfte noch fort, bis im Jahr 1950 das Unternehmen schließlich von Amtswegen gelöscht wurde.                                        

Nach dem Krieg war hier zunächst die FDJ Stadtbezirksleitung VI untergebracht. Danach verliert sich die Spur der Nutzung
In den letzten Jahren verfällt die Villa immer mehr und es sind bereits einige Decken eingestürzt. Hier soll aber demnächst etwas getan werden.

Bildquelle: 1, Sammlung Petra Habelt
                 2,3, Petra Habelt

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